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1. Tag

Auerbach - Slany

Tagesetappe: zirka 120 km

Gesamtkilometerzahl: zirka 120 km

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Nach einem gutem Frühstück zu Hause radelte ich los. Ich machte allerdings gleich einen großen Fehler, ich fuhr den Thumer Berg hoch und nicht den längeren Weg, der aber keinen so steilen Anstieg hatte. So war ich in Thum schon durchschwitzt und überlegte mir, ob die Reise eine gute Idee war.
Uwe packte noch sein Rad, wir verabschiedeten uns von Anja und los ging es. Ich war in der schlechteren Ausgangslage, denn Uwe fuhr sein Rennrad und ich strampelte mich mit meinem Mountainbike ab. Es fuhr sich aber ganz gut und Ende August war das Wetter nicht mehr ganz so heiß. In Wolkenstein wurde uns trotzdem mehr als heiß, denn den Anstieg zur Stadt hoch konnten wir nur schiebend bewältigen. Aber auch der steilste und längste Anstieg nimmt einmal ein Ende. So setzten wir uns auf unsere Räder und bewegten uns radelnderweise vorwärts. Aber nicht lange, denn ich mußte eine wundgeriebene Zehe verpflastern. Das sollten aber alle Widrigkeiten an diesem Tag bleiben.
Zwischen Wolkenstein und Reitzenhein legten wir eine kleine Pause zur Stärkung ein. Was uns selbst überraschte, es waren kein 2 Stunden seit dem Start in Thum vergangen und wir waren an der tschechischen Grenze. Allerdings wollte niemand von uns die Ausweise sehen, so fuhren wir einfach durch. Bis Chomutov war es dann nicht mehr weit, vor allem ging es nun fast nur noch bergab. In der Stadt kauften wir uns dann noch Coleman-Schlafsäcke, unsere alten hatten wir in die ewigen Jagdgründe geschickt. Wir setzen uns am Markt im Freien vor ein Ristorante und aßen italienisch zu Mittag. Danach dösten wir noch eine Weile in der Sonne. Aber nach 14:00 Uhr setzten wir uns wieder aufs Rad und radelten weiter. Ich war erstaunt, wie gut es sich fahren ließ und ich war auch noch kein bißchen müde.
Nach Louny trübte es dann ein und es begann zu regnen, also ließen wir uns in dem Rasthaus an der Fernverkehrsstraße nieder. Es ging jetzt langsam auf 16:00 Uhr zu und wir mußten nun langsam weiter, da wir in Slany übernachten wollten. Jetzt zeigte sich unsere schlechte Vorbereitung, wir hatten keine Regensachen mit. Zum Glück regnete es nicht stark und es sollte auch der einzige Regen auf der Reise bleiben. In Slany waren wir dann doch ganz schön kaputt und wir fanden ein Zimmer mit Dusche für 20 DM. Das war ganz in Ordnung, nach der Dusche gingen wir in die nahegelegene Gaststätte um Abendbrot zu Essen und das gute tschechische Bier zu trinken. Um 23:00 Uhr fielen wir dann total geschafft in unsere Betten. Ich war ganz zufrieden mit der heutigen Leistung und schlief dementsprechend gut.

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